| Veranstaltung: | Herbst-Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND NRW |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6 Vergabe von Unterstützungsvoten zur Landtagswahl 2027 |
| Antragsteller*in: | Niklas Königs |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 28.10.2026, 18:12 |
UB5: Niklas Königs -- Bewerbung auf ein Unterstützungsvotum
Beschreibung
Für die Bewerbung siehe PDF.
Bewerbungstext in einfacher Sprache:
Ihr Lieben,
ich bin Niklas und meine Pronomen sind er und ihn.
Ich bin 27 Jahre alt.
Ich komme aus dem Kreis Heinsberg.
Ich bin Kandidat für die Landtags-Wahl 2027.
Ich bewerbe mich auf das Unterstützungs-Votum von der GRÜNEN JUGEND NRW.
Warum es für mich nicht selbstverständlich ist:
Ich habe seit meiner Geburt Behinderungen und chronische Krankheiten.
Ich bin neurodivergent.
Chronisch krank heißt, meine Krankheiten gehen nicht weg.
Neurodivergent heißt, mein Gehirn arbeitet anders als bei den meisten Menschen.
Ich hatte keinen normalen Weg durch die Schule.
Ich war oft krank.
Das Gymnasium musste ich früher verlassen.
Das Schul-System hat mir nicht geholfen.
Die Ämter haben mir nicht geholfen.
Ich war damit allein.
Meinen Schul-Abschluss habe ich später gemacht.
Das musste ich selbst bezahlen.
Ich habe nebenbei als Selbstständiger gearbeitet.
Darum weiß ich:
Von Menschen mit Behinderungen und chronisch kranken Menschen wird oft viel mehr verlangt.
Das hat mich angetrieben.
Ich will das ändern.
Alle Menschen sollen eine Zukunft haben.
Ich habe nicht studiert.
Ich komme auch nicht aus einer Groß-Stadt.
Solche Menschen gibt es in der GRÜNEN JUGEND eher selten.
Diese Meinungen bekommen dort häufig weniger Platz.
Auf dem Land haben junge Menschen Probleme:
- Busse fahren nur selten.
- Wer noch kein Auto hat, braucht oft die Familie.
- Es gibt weniger Arbeits-Plätze.
- Es gibt weniger Wohnungen.
- Es fehlen Jugend-Zentren.
- Es fehlen Treffs für queere Jugendliche.
- Und noch mehr.
Darum ist die GRÜNE JUGEND auf dem Land sehr wichtig.
Zum Beispiel im Kreis Heinsberg.
Dort setzen wir uns jeden Tag dafür ein.
Das Leben dort soll gut sein.
Junge Menschen sollen gerne dort bleiben wollen.
Bei uns denken viele Menschen eher konservativ.
Dort wollen wir linke Politik zeigen.
Wir wollen mehr Menschen damit erreichen.
Dafür möchten wir unseren Verband größer machen.
Ein Unterstützungs-Votum hilft dabei sehr.
Meine Themen:
Jugend-Hilfe für alle
Inklusiv heißt: Alle können mitmachen.
Mit Behinderung oder ohne Behinderung.
Wir müssen Orte zum Lernen besonders unterstützen.
Das gilt, wenn sie inklusiv sind.
Das gilt auch für Angebote für Kinder und Jugendliche.
Und für Ferien-Angebote und Freizeit-Angebote.
Vor der Einschulung gibt es eine Untersuchung.
Dort sieht man: Immer mehr Kinder haben psychische Probleme.
Wir müssen früh etwas dagegen tun.
Und wir müssen schnell helfen und jetzt eingreifen.
Schutz vor Gewalt
Es gibt viel Gewalt zu Hause.
Es gibt auch viel Gewalt wegen des Geschlechts.
Dabei sterben Menschen oft.
Wir müssen etwas dagegen tun.
Zum Beispiel können Schulen die Kinder darüber aufklären.
Frauen-Häuser sind Orte, in denen Frauen vor Gewalt sicher sind.
Sie brauchen finanzielle Unterstützung.
Sie brauchen auch mehr Plätze.
Wir brauchen auch Schutz-Räume für TINA*-Personen.
TINA* ist eine Abkürzung und steht für folgende Menschen:
- trans*
- intergeschlechtliche
- nicht-binäre
- agender
Auf dem Land gibt es solche Schutz-Räume selten.
TINA*-Personen erleben öfter Gewalt wegen ihres Geschlechts.
Sie erleben auch öfter sexualisierte Gewalt.
Sicherheit für queere Menschen
In Berlin gab es einen Anschlag auf den Christopher Street Day.
Bei dem Anschlag ist eine Frau gestorben.
Der Täter war Islamist.
Darüber haben viele Medien berichtet.
Wir müssen aber gar nicht so weit weg schauen.
Im April gab es einen Angriff auf das queere Zentrum in Mönchengladbach.
Die Täter haben Hakenkreuze an die Wand geschmiert.
Sie haben gedroht: "Wir kommen!"
Das zeigt: Queere Menschen sind nicht sicher.
Darum müssen wir etwas ändern.
Im Grund-Gesetz steht Artikel 3.
Dieser soll erweitert werden mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.
Dies soll eine Grundlage sein.
Menschen, die Gewalt erlebt haben, müssen sich trauen können Gewalt zu melden.
Dafür braucht die Polizei geschulte Mitarbeitende.
Sie müssen sich mit dem Leben von queeren Menschen auskennen.
Wir brauchen sie in allen 47 Kreis-Polizei-Behörden in NRW.
Die Welt ist ungerecht.
Besonders für Gruppen, die oft ausgeschlossen werden.
Viele Dinge hindern Menschen daran, frei zu leben.
Menschen sollen selbst über ihr Leben bestimmen.
Daran möchte ich arbeiten.
Auf dem Land fehlt oft eine junge Stimme für linke Politik.
Ich möchte diese Stimme sein.
So können wir langfristig etwas verändern.
Dafür bitte ich um euer Vertrauen.
Und eure Stimmen.
Bis Samstag,
Niklas