| Veranstaltung: | Herbst-Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND NRW |
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| Tagesordnungspunkt: | 6 Vergabe von Unterstützungsvoten zur Landtagswahl 2027 |
| Antragsteller*in: | Sara Köppen |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 29.10.2026, 00:31 |
UB6: Sara Köppen
Beschreibung
Liebe Freund*innen,
ich bin Sara, 26 Jahre alt, komme aus Siegen-Wittgenstein und kandidiere als Direktkandidatin für die Landtagswahl. Dafür möchte ich mich auch um euer Unterstützungsvotum bewerben!
Seit sechs Jahren engagiere ich mich bei Bündnis90/Die Grünen. Ich war schon Kreissprecherin, bin heute Vorsitzende des größten grünen Stadtverbandes in unserem Kreis und die jüngste Stadtverordnete in Siegen. Für meine Landtagskandidatur habe ich bereits das Unterstützungsvotum meines Kreisverbandes erhalten.
Dass ich heute politisch aktiv bin und für den Landtag kandidiere, ist für mich alles andere als selbstverständlich.
Ich bin gemeinsam mit meinem kleinen Bruder bei meiner alleinerziehenden Mutter aufgewachsen. Finanzielle Sorgen gehörten dabei zu unserem Alltag. Schon früh habe ich erlebt, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen mit den gleichen Voraussetzungen ins Leben starten. Auch meine Endometriose hat mich immer wieder vor persönliche Herausforderungen gestellt. Diese unterschiedlichen Erfahrungen haben meinen Blick auf gesellschaftliche Ungleichheiten geprägt und mir gezeigt, dass Lebenswege nicht allein von individueller Leistung abhängen. Umso wichtiger ist es mir, für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der Herkunft, finanzielle Möglichkeiten oder gesundheitliche Einschränkungen nicht darüber entscheiden, welche Chancen ein Mensch bekommt.
Bildung und gesellschaftliche Teilhabe dürfen keine Frage des Geldbeutels oder des Elternhauses sein.
Heute studiere ich zwei Masterstudiengänge und arbeite als Sprachförderlehrkraft an einer Berufsschule. Besonders die Arbeit mit Jugendlichen im Berufsvorbereitungsjahr zeigt mir immer wieder, wie ungerecht unser Bildungssystem ist. Wir erzählen jungen Menschen, dass sie alles erreichen können, wenn sie sich nur genügend anstrengen. Gleichzeitig ignorieren wir, wie unterschiedlich ihre Voraussetzungen sind.
Ich möchte ein Bildungssystem, das soziale Ungleichheiten abbaut, statt sie zu reproduzieren. Das junge Menschen nicht frühzeitig aussortiert, sondern individuell fördert und das Bildung nicht nur als Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt versteht, sondern als Voraussetzung für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe.
Ich arbeite hauptsächlich mit jungen Geflüchteten. Dabei erlebe ich, wie stark Aufenthaltsstatus und gesellschaftliche Machtverhältnisse über Lebenschancen entscheiden. Gerade angesichts des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist für mich klar: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden, während die eigentlichen Fragen sozialer Ungleichheit unbeantwortet bleiben.
Als junge Kommunalpolitikerin aus Siegen-Wittgenstein weiß ich außerdem, dass progressive Politik nicht an den Grenzen unserer Großstädte aufhören darf. Ob junge Menschen selbstbestimmt leben können, darf nicht davon abhängen, ob sie sich ein Auto leisten können, ob ihre Kommune genug Geld für Jugendangebote hat oder ob es vor Ort sichere Räume für queere Menschen gibt.
Ich möchte mich deshalb für Bildungsgerechtigkeit, soziale Teilhabe, eine solidarische Migrationspolitik und starke ländliche Räume einsetzen. Immer mit einer klaren antifaschistischen Haltung.
Dass junge Menschen wie ich heute überhaupt politische Verantwortung übernehmen können, liegt auch an denen, die vor uns Strukturen aufgebaut und Räume geschaffen haben. Das gilt insbesondere für die GJ in meinem Kreis. Ich bin dankbar für die Menschen, die diesen Verband vor Ort aufgebaut haben und deren Unterstützung ich heute erfahre.
Diese Stimme möchte ich im Landtag stärken. Denn ich finde, wir sollten jungen Menschen nicht immer wieder erklären, warum eine gerechtere Zukunft gerade nicht möglich ist. Wir sollten gemeinsam dafür kämpfen, sie möglich zu machen und dabei vor allem auch junge Menschen Politik für junge Menschen machen lassen.
Dafür bitte ich um euer Vertrauen und euer Unterstützungsvotum!
Eure Sara 🌻
Bewerbung in einfacher Sprache
Hallo zusammen,
ich heiße Sara Köppen und bin 26 Jahre alt.
Ich komme aus Siegen-Wittgenstein.
Ich kandidiere für die Landtagswahl 2027.
Dafür möchte ich die Unterstützung der GRÜNEN JUGEND NRW bekommen.
Über mich:
Ich bin seit sechs Jahren bei den Grünen.
Früher war ich Sprecherin der Grünen im Kreis.
Heute bin ich Vorsitzende des größten grünen Stadtverbandes in unserem Kreis.
Ich bin außerdem die jüngste weibliche Politikerin im Stadtrat.
Mein Kreisverband unterstützt meine Kandidatur bereits.
Warum ich Politik mache:
Meine Mutter hat mich allein großgezogen.
Wir hatten nicht immer viel Geld.
Meine Eltern haben nicht studiert.
Deshalb weiß ich:
Nicht alle Kinder haben die gleichen Chancen.
Heute studiere ich zwei Masterstudiengänge.
Außerdem arbeite ich als Lehrerin an einer Berufsschule.
Dort unterrichte ich auch Jugendliche, die Unterstützung auf ihrem Weg in eine Ausbildung oder einen Beruf brauchen.
Ich sehe, wie ungerecht unser Schulsystem manchmal ist.
Das möchte ich ändern.
Meine politischen Ziele:
Alle Kinder und Jugendlichen sollen gute Bildung bekommen.
Dabei soll es egal sein, wie viel Geld ihre Eltern haben.
Ich setze mich auch für geflüchtete Menschen ein.
Alle Menschen verdienen die gleichen Rechte und ein Leben in Würde.
Außerdem möchte ich das Leben für junge Menschen auf dem Land verbessern.
Dazu gehören gute Busverbindungen und Treffpunkte für Jugendliche.
Ich möchte auch gegen Rassismus und Rechtsextremismus kämpfen.
Warum ich die Unterstützung möchte:
Die GRÜNE JUGEND setzt sich für eine gerechtere Gesellschaft ein.
Das finde ich wichtig.
Auch bei uns im Kreis haben engagierte Menschen die GRÜNE JUGEND aufgebaut.
Ich möchte ihre Anliegen im Landtag vertreten.
Ich möchte Politik für junge Menschen machen.
Und ich möchte gemeinsam mit der GRÜNEN JUGEND etwas verändern.
Deshalb bitte ich um eure Unterstützung!
Eure Sara