| Veranstaltung: | Herbst-Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND NRW |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6 Vergabe von Unterstützungsvoten zur Landtagswahl 2027 |
| Antragsteller*in: | Julia Paschek |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 28.10.2026, 09:57 |
UB4: Julia Paschek Bewerbung auf ein Unterstützungsvotum
Beschreibung
Hey ihr Lieben,
ich bin Julia, 22 Jahre alt, komme aus dem KV Krefeld und freue mich wirklich sehr, für das Unterstützungsvotum der GJ NRW kandidieren zu dürfen!
Die Interessen junger FLINTAs liegen mir besonders am Herzen, denn gerade ihre Perspektiven werden in der Politik häufig nicht gehört. Das erlebe ich auch als jüngste Stadträtin in Krefeld immer wieder.
Besonders wenn es um kommunale Finanzpolitik geht, steigt der Altersschnitt rapide. Dabei braucht es dringend eine progressive Finanzpolitik, auch auf kommunaler Ebene. Denn genau dort wird am Ende entschieden, ob die Schule saniert wird, ob der Fahrradweg auch im nächsten Jahrzehnt noch einem Flickenteppich gleicht oder ob es überhaupt Dritte Orte für Jugendliche gibt.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass unsere Kommunen kaum noch finanzielle Spielräume haben. Gerade einmal 6 von 396 Kommunen in NRW haben einen ausgeglichenen Haushalt.
Es schmerzt zu sehen, wie jede noch so kleine freiwillige Aufgabe auf den Prüfstand gestellt und am Ende häufig doch eingespart wird. Schlichtweg, weil man keine andere Wahl hat.
Das Problem ist ganz klar strukturell. Wenn Kommunen immer mehr Aufgaben von Bund und Land übertragen bekommen, ohne dafür die entsprechende Finanzierung zu erhalten, ist genau das die Folge: Das Freibad, das schließen muss, oder die Sportstätten, für die keine neuen Sportgeräte mehr finanziert werden können.
In meinen Augen gehört zum Thema Infrastruktur aber noch viel mehr.
Wo finde ich Schutz vor patriarchaler Gewalt? Wie lange muss ich auf einen Therapieplatz warten? Und lohnt es sich überhaupt noch, auf den Zug zu warten, wenn er jedes zweite Mal ausfällt?
Auch das sind am Ende Fragen von Infrastruktur.
Gerade deshalb ist ein feministischer Blick darauf so wichtig. Denn es macht eben einen Unterschied, ob du diese Dinge selbst schon einmal erlebt hast.
Noch ein paar Worte zu meiner Person:
Neben meinem Ratsmandat studiere ich in Düsseldorf Sozial- und Politikwissenschaften und bin Sprecherin unserer wundervollen GJ Krefeld.
Besonders begeistern mich dabei Fragen der Vermögensungleichheit und feministische Themen.
Außerdem kandidiere ich für das Direktmandat im Wahlkreis Krefeld II und habe bereits das erste Unterstützungsvotum des Bezirks Niederrhein-Wupper erhalten.
Dabei ist all das für mich keineswegs selbstverständlich. Weder das Studium noch, und erst recht nicht, das politische Ehrenamt.
Ein Akademiker*innen-Elternhaus, in dem Geld kaum eine Rolle spielte, wurde mir leider nicht in die Wiege gelegt.
Mir ist es wichtig, darüber offen zu sprechen. Denn ich selbst hätte vor ein paar Jahren fast den Mut aufgegeben. Schlichtweg, weil die Umstände, in die ich hineingeboren wurde, vieles davon kaum möglich erscheinen ließen.
Und gerade weil ich mir sicher bin, dass es viele andere junge Menschen gibt, die an einem ähnlichen Punkt waren oder noch immer sind, finde ich es so wichtig, offen darüber zu sprechen und den eigenen Hintergrund nicht verstecken zu müssen.
(Hat hier wer Philipp Amthor gesagt??)
Es waren die Grüne Jugend und die wundervollen Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, die mir den Mut zurückgegeben haben. Und vor allem das Gefühl, dazuzugehören.
Ich bin diesem Verband wirklich sehr dankbar und freue mich auch über eine Unterstützung bei diesem Votum!
Text in einfacher Sprache:
Hey ihr Lieben, ich bin Julia.
Ich bin 22 Jahre alt und komme aus der Grünen Jugend Krefeld.
Ich möchte die Unterstützung der Grünen Jugend NRW bekommen. Darüber freue ich mich sehr!
Mir sind junge FLINTAs besonders wichtig. Denn sie werden in der Politik oft nicht gehört.
Das sehe ich auch selbst. Ich bin die jüngste Person im Stadtrat von Krefeld.
Dabei geht es um wichtige Fragen:
Werden Schulen repariert? Gibt es gute Fahrradwege? Und gibt es Orte für junge Menschen?
Doch unsere Städte haben kaum noch Geld.
Deshalb müssen Freibäder schließen. Auch andere wichtige Angebote fallen weg.
Das liegt auch daran, dass Bund und Land den Städten zu wenig Geld geben.
Aber für mich gehört noch mehr dazu:
Wo bekomme ich Hilfe bei Gewalt? Wie lange warte ich auf einen Therapieplatz? Und kommt mein Zug überhaupt?
Noch kurz zu mir:
Ich studiere in Düsseldorf. Außerdem bin ich Sprecherin der Grünen Jugend Krefeld.
Mir sind Feminismus und eine gerechte Verteilung von Geld besonders wichtig.
Ich möchte auch für Krefeld II in den Landtag. Dafür habe ich schon Unterstützung aus dem Bezirk Niederrhein-Wupper bekommen.
All das ist für mich nicht selbstverständlich.
Früher dachte ich oft: Politik ist nichts für Menschen wie mich.
Vielen jungen Menschen geht es genauso.
Die Grüne Jugend hat mir Mut gemacht.
Die Menschen dort haben mir gezeigt:
Auch ich gehöre dazu.