| Veranstaltung: | Herbst-Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND NRW |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.2 Arbeitsprogramm |
| Antragsteller*in: | Landesvorstand GRÜNE JUGEND NRW (dort beschlossen am: 20.10.2026) |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 20.10.2026, 23:58 |
Arbeitsprogramm Verbandsjahr 2026/2027
Antragstext
Arbeitsprogramm Verbandsjahr 2026/2027
Einleitung
Im April 2027 wählen wir in NRW den neuen Landtag. Erstmals dürfen Menschen
zwischen
16 und 18 Jahren mitentscheiden, wer sie die nächsten fünf Jahre im Parlament
vertreten
soll. Deshalb steht die erste Hälfte des Verbandsjahres im Zeichen des
Wahlkampfes, bei dem wir mit einer krassen Kampagne Stimmen und Mitglieder
gewinnen möchten. Der Wahl
haben wir ein großes Kapitel zum Ende des diesjährigen Arbeitsprogrammes
gewidmet.
Aber egal, ob wir im Mai weiter “Regierungsjugend” sein können (oder wollen)
oder ob die
Mehrheiten sich zu ungunsten der schwarz-grünen Landesregierung verschieben
werden,
unser Ziel ist klar: wir bleiben ein linker Jugendverband, der sich nicht nur
mit der Arbeit im
Parlament beschäftigt, sondern vor alem die geselschaftliche Linke im Blick hat
und
gestalten möchte. Wir stehen solidarisch an der Seite derjeniger, die sich gegen
Sozialabbau
und Militarisierung wehren, die in Bündnissen für eine Geselschaft kämpfen, in
der alle sich
frei entfalten können und stelen uns schützend vor ale, die vom Rechtsruck und
Sparpolitik am meisten betroffen sind.
Parteiarbeit
Parteiarbeit ist für uns essenziel, um progressive Themen im Parlament und der
Partei
voranzutreiben. Wir wolen unser Verhältnis zur Partei stetig kritisch
reflektieren, analysieren
und verbessern. Unser Ziel ist es, dass wir in der Partei und mit der Partei für
eine
progressive Zukunft kämpfen.
Als Grüne Jugend NRW haben wir viele Menschen in Verantwortungspositionen, die
sowohl
Partei & Grüne Jugend Arbeit zusammenführen. Gerade unsere Kreisverbände
arbeiten stetig
mit grünen Kreisverbänden zusammen und oft ist eine Doppelrole notwendig, um
gute lokale
Zusammenarbeit zu gewährleisten. Wir wolen unsere Verantwortungsträger*innen vor
Ort
stärken und entlasten, indem wir Vernetzungsmöglichkeiten anbieten, das
Parteiverhältnis
besprechen und bei Konflikten beratend unterstützen oder an andere Stelen
verweisen.
Besonders setzten wir auch weiterhin auf den engen Austausch mit der Partei und
der
Fraktion, durch regelmäßige Treffen mit den Landesvorsitzenden der Grünen, der
Teilnahme
an den Landesvorstandssitzungen sowie auch die Teilnahme an den
Fraktionssitzungen und
einem regelmäßigen Austausch mit unseren (auch ehemaligen) GJ-Abgeordneten und
unseren Grünen Landesminister*innen.
Öffentlichkeitsarbeit
Social Media
Auch den digitalen Raum wolen wir nicht den Rechten überlassen, sondern dort für
marginalisierte Gruppen, Feminismus, Klimagerechtigkeit, Antiralssismus,
Antifaschismus,
Inklusion und soziale Gerechtigkeit einstehen. Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit
wolen wir unsere Forderungen nach außen tragen. Wir wolen Diskurse mitgestalten,
Themen setzenund Hoffnung schaffen.
Gleichzeitig sol unsere Öffentlichkeitsarbeit den Landesvorstand, unsere
Veranstaltungen,
Teams und Mitglieder repräsentieren, unserem Verband Gesichter geben und so auch
neue
Mitglieder gewinnen und vor alem junge Menschen ansprechen.
Wir setzen deshalb auf professionele Öffentlichkeitsarbeit mit einem Fokus auf
Reels und
qualitativ hochwertige Fotos. Gleichzeitig wolen wir eine inklusive
Öffentlichkeitsarbeit
machen, mit lesbaren Schriftarten und Bildbeschreibungen. Um das ales umsetzen
zu
können, setzen wir ein Social Media Team ein und sind offen für Vorschläge,
Kritik und
Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und Bündnispartner*innen.
Presse
Mit Blick auf die Landtagswahl wolen wir unsere Kommunikation weiter
professionalisieren
und unseren Fokus stärker auf landespolitische Themen legen. Ziel ist es, die
GRÜNE
JUGEND NRW klare Stimme für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und eine
solidarische
Geselschaft wahrnehmbar zu machen.
Dabei setzen wir auf eine zielgerichtete Themenplanung und eine kontinuierliche
Präsenz in
klassischen sowie digitalen Medien. Wir wolen politische Debatten nicht nur
begleiten,
sondern eigene Akzente setzen, Themen frühzeitig aufgreifen und linke Antworten
sichtbar
machen. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit liegt auf der
Ansprache junger
Menschen. Wir wolen politische Inhalte verständlich und nah an ihrer
Lebensrealität
vermitteln.
Bündnisarbeit
In der Sommertour haben wir viele neue Bündnispartner*innen kennengelernt und
Kontakte
aufgebaut, von der Westfälischen Landjugend über Rias NRW und das queere
Netzwerk
NRW bis hin zu Vereint Bochum und den Falken. Der Austausch mit den Akteur*innen
hat uns
gezeigt, wie vielfältig Engagement in NRW ist und wie viel wir voneinander
lernen können.
Jetzt beginnt für uns der nächste Schritt: Vertrauen aufbauen, im Gespräch
bleiben und
gemeinsam herausfinden, wie wir uns gegenseitig stärken können, auch mit Blick
auf die
Landtagswahl. Bündnisse sind für uns kein Wahlkampfinstrument, sondern ein Raum,
in dem
echte Zusammenarbeit entsteht: mit Vereinen, Verbänden und Gruppen.Durch
Bündnisarbeit gewinnen wir neue Perspektiven, erreichen Menschen, die wir sonst
nicht erreichen würden, und erweitern unseren Blick auf das, was ein
solidarisches NRW
braucht. Sie macht uns politisch stärker, verbundener und offener für Themen,
die außerhalb
unserer eigenen Bubble liegen.
Ein solidarisches NRW entsteht nicht alein sondern im Miteinander. Und genau
dort setzen wir nächstes Jahr an.
Bildungsarbeit
Eine starke Bildungsarbeit in alen Kreisverbänden ist für uns als GRÜNE JUGEND
NRW ein
zentrales Fundament. Wir können die Welt nur verändern, wenn wir die bestehenden
Verhältnisse umfassend analysieren und daraus konsequente politische Antworten
auf die
drängenden Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit ableiten. Als Verband der Vielen
haben wir den
Anspruch, alen Mitgliedern die Teilhabe an unseren Bildungsangeboten zu
ermöglichen. Wir wollen Mitglieder mit alen Wissensständen abholen, unsere
Bildungsarbeit im kommenden
Jahr weiter ausbauen, die Anfragen für Workshops vereinfachen und alen
Kreisverbänden
die Möglichkeit bieten, politisches Grundwissen zu festigen.
Im anstehenden Wahljahr wolen wir als GRÜNE JUGEND NRW eine starke linke Kraft
sein.
Die Bedrohung durch die AfD und den wachsenden Faschismus ist auch in NRW real
und
akut. Wir wolen nicht nur reagieren, sondern eine offensive Kraft im Land
bilden. Dabei setzen wir uns auch mit den Entwicklungen und Wahlergebnissen in
den ostdeutschen Bundesländern auseinander, um daraus strategische Erkenntnisse
für NRW zu gewinnen.
Gleichzeitig verlieren wir unsere weiteren Schwerpunkte nicht aus dem Blick:
Antirassismus,
Feminismus, Klimagerechtigkeit, soziale Fragen und queere Kämpfe sind eng
miteinander
verknüpft und unerlässlich für eine volständige linke Perspektive. Diese
Vielfalt wolen wir auf
all unseren Landesveranstaltungen abbilden und besonders queere Kämpfe noch
sichtbarer
machen.
KV/LV-Treffen I – Gemeinsam in den Wahlkampf starten
Das erste KV/LV-Treffen steht ganz im Zeichen der gemeinsamen Vorbereitung auf
das
Wahljahr. Wir wollen den gesamten Verband inhaltlich stärken und dafür sorgen,
dass ale
Kreisverbände über gemeinsame Argumentationsgrundlagen und ein solides
politisches
Grundwissen verfügen. In verschiedenen Workshops setzen wir uns mit unseren
zentralen
politischen Schwerpunkten auseinander und verbinden politische Grundlagen mit
konkreten
Fragen des Wahlkampfs.
Dabei geht darum, gemeinsam politische Argumentationen zu entwickeln, Fragen aus
den
Kreisverbänden aufzugreifen und Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen
Positionen und
Debatten zu schaffen. So starten wir mit einem gemeinsamen inhaltlichen
Fundament in den
Wahlkampf.Frühjahrs-LMV – Unsere Positionen für den Wahlkampf
Die Frühjahrs-LMV bildet als letzte große Versammlung vor der Landtagswahl das
strategische und inhaltliche Zentrum unseres Wahlkampfjahres. Hier wolen wir
unsere
gemeinsamen Positionen weiter schärfen, politische Debatten führen und eine
klare Haltung
für den Wahlkampf entwickeln sowie in die heiße Wahlkampfphase starten.
Sommercamp – Wahlkampf auswerten und gemeinsam nach vorne schauen
Das Sommercamp bietet nach dem Wahlkampf Zeit für eine ausführlichere gemeinsame
Nachbereitung und einen offenen Blick auf die Zukunft unseres Verbandes. Wie
bestreiten wir
als politische Linke weiter die geselschaftlichen Verhältnisse, ohne unseren
Blick komplett
auf parlamentarische Politik zu richten? Wie können wir den geselschaftlichen
Rahmen von
Politik nach links verschieben, um politische Kräfte im Parlament dazu zu
bringen, nach
diesem geselschaftlichen Rahmen zu handeln?
Wir wollen die Erfahrungen aus dem Wahlkampf reflektieren, politische
Entwicklungen
einordnen und gemeinsam diskutieren, welche Konsequenzen wir daraus für unsere
weitere
Arbeit ziehen.
KV/LV-Treffen II – Grüne Jugend als geselschaftliche linke Kraft
Nach dem Sommercamp wolen wir uns beim zweiten KV/LV-Treffen mit unserer Role
als
GRÜNE JUGEND als eigenständige linke und außerparlamentarische Kraft
auseinandersetzen. Wir reflektieren die Erfahrungen des Wahlkampfs und
diskutieren, welche
politischen Kämpfe wir zukünftig führen wolen.
Dabei geht es um unser Verhältnis zu Parteien, Parlamenten, sozialen Bewegungen
und
anderen linken Akteur*innen. Gemeinsam entwickeln wir Ideen, wie wir als Verband
geselschaftliche Debatten prägen, Bündnisse aufbauen und auch außerhalb von
Wahlkämpfen (außerparlamentarischen) politischen Druck für Veränderungen
aufbauen
können.
Herbst-LMV 2027
Die Herbst-LMV ist eine der letzten großen Landesmitgliederversammlungen vor
2029 und
damit einer der letzten Möglichkeit, uns vor dem nächsten entscheidenden
Bundestagswahlkampf noch einmal grundsätzlich strategisch zu verständigen. Im
Mittelpunkt
steht dabei nicht der Wahlkampf selbst, sondern die Frage, wie wir als GRÜNE
JUGEND
geselschaftliche Veränderungen vorantreiben können.
Wir wolen diskutieren, welche geselschaftlichen Mehrheiten und politischen
Kräfte es für
eine progressive Perspektive braucht und wie wir als linke Jugendorganisation
dazu beitragen
können, die geselschaftlichen Voraussetzungen für ein rot-rot-grünes Bündnis zu
schaffen.
Dabei geht es um langfristige Organisierung, politische Bildungsarbeit und
geselschaftliche
Auseinandersetzungen – und darum, welche Role die GRÜNE JUGEND dabei einnehmen
will.
Train the Trainers Weiterführung
Beim Train The Trainers – Programm 2026 bilden wir 15 Mitglieder in den
Themenbereichen
Kapitalismus, Antirassismus, Feminismus und Klimagerechtigkeit sowie Methodik
weiter, um
unsere Bildungsarbeit noch besser in den gesamten Verband tragen zu können. Im
kommenden Verbandsjahr können Kreisverbände Trainer*innen in Tandems anfragen,
die
vom Bildungsteam konzipierte Workshops vor Ort umsetzen. Die Teilnahme am
Programm ist
längerfristig ausgelegt, eine Neuauflage ist also erstmal nicht vorgesehen.
Reflexionen des
Einsatzes in digitalen Vernetzungsrunden sowie gezielte Fort- und Weiterbildung
für die
neuen Trainer*innen sind jedoch geplant.
Finanzen
Für 2027 planen wir einen Doppelhaushalt für unsere reguläre politische Arbeit
und für den Landtagswahlkampf.
Für die Landtagswahl haben wir einen Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro von den
Grünen
verhandelt und planen 10 000 Euro an Eigenmitteln zu investieren. Das beinhaltet
die
Wahlkampfstele, die Sommertour, die Sommerkampagne, regionale und landesweite
Highlightveranstaltungen und Material, welches wir teilweise durch Verkäufe
refinanzieren
möchten.
Die Mittel aus dem Ring Politischer Jugend (RPJ) steigen jährlich moderat an.
Sie
kompensieren alerdings steigende Personal-, Miet- und Sachkosten nicht. Um
weiterhin
Großveranstaltungen wie zwei jährliche Landesmitgliederversammlungen, das
Sommercamp
und Kreisverbands-Landesverbandstreffen in Jugendherbergen leisten zu können,
setzen wir
bei Tagesveranstaltungen oder Förderwochenenden wo es geht auf die (kostenlose)
Miete
von Kreisgeschäftsstelen oder kostengünstiger Selbstversorgerhäuser, wenn diese
Anforderungen an Barrierefreiheit erfülen. Wir prüfen Ausgaben weiterhin
kritisch, aber nicht
auf Kosten der notwendigen Rahmenbedingungen guter Verbandsarbeit.
Wahlkampfjahre sind Jahre, in denen aus Rücklagen geschöpft werden muss.
Trotzdem sind
wir auf einem guten Weg, die schwarze Nul laut Haushaltsplanung zu erreichen.
Für das
Jahr 2027 sehen wir eine insgesamt entspanntere Haushaltslage als noch im Jahr
2026, was
auch auf die Einsparung einer Assistenzstele zurückzuführen ist.
Kommunales
Wir wolen unsere Städte und unsere Viertel nicht anderen überlassen, sondern
selber
Kommunalpolitik aktiv mitgestalten. ÖPNV, Jugendzentren, dritte Orte,
Hitzeschutzkonzepte,
Beratungsangebote – bei al dem ist die Perspektive von jungen Menschen wichtig.
Wir
wolen unsere Kommunen feministisch, klimagerecht, solidarisch und
antirassistisch gestalten
und dafür sorgen, dass auch kommunal die Brandmauer steht.Deshalb wolen nach den
Landtagswahlen ab Mai ein Kommunaliteam einsetzen, welches
einen Kommunali-Tag, Kommunali-Vernetzungen und einen Austausch von Anträgen und
best practices organisiert.
So wolen wir jungen Menschen Raum für Empowerment, Vernetzung und Austausch
geben –
einen Raum der Kommunalpolitik wieder cool macht. Gleichzeitig wolen wir
kommunale
Themen auch in unserer Öffentlichkeitsarbeit aufgreifen, um junge Menschen in
der
Kommunalpolitik zu repräsentieren.
Antira
Im kommenden Jahr entwickeln wir unsere antirassistische Verbandsarbeit
konsequent
weiter. Das gefestigte Angebot des Fördertags für migrantisierte Mitglieder
führen wir fort und
verankern Empowerment als festen Grundpfeiler in unserem Verband. Gleichzeitig
tragen wir
die antirassistische Grundlagenbildung noch stärker in die Fläche: Durch
gezielte
Unterstützung und bedarfsgerechte Grundlagenworkshops stehen wir den
Kreisverbänden
direkt vor Ort bei ihren konkreten Herausforderungen zur Seite. Um Vielfalt und
Repräsentanz
strukturel abzusichern, gehen wir den nächsten verbindlichen Schritt: Wir
erarbeiten ein
Migra-Statut für die Grüne Jugend NRW und stelen damit die Weichen für die
perspektivische Einführung einer Migra-Quote in alen Gremien der GJ NRW.
FLINTA*-Förderung
Mit der Einführung des Geschlechterstrategieteams ist ein wichtiger Schritt
getan, um die
FLINTA*-Förderung in unserem Landesverband strukturel zu verankern. Das Team sol
weiterhin die Zuständigkeiten für die Geschlechterstrategie bündeln und in enger
Zusammenarbeit mit dem Landesvorstand und dem Bildungsteam Bedarfe ermitteln und
entsprechende Angebote schaffen und ermöglichen.
Die Weiterführung des FLINTA* Förderwochenendes Raum für Vernetzung,
Empowerment,
und politische Weiterbildung bieten. Unser Ziel ist es FLINTA* und insbesondere
TINA*
Personen in unserem Verband kontinuierlich zu unterstützen und besonders in
einer Cis-
männlich geprägten Politischen Welt gezielt zu empowern. Um auf diesem Weg auch
die
Förderung von Trans*, Inter* und nichtbinären Personen zu stärken, wolen wir
gezielte
Förderangebote für TINA* Personen im Verband ermöglichen und auch hier
geschützte
Räume zur Vernetzung und Empowern schaffen.
Darüber hinaus wolen wir weiterhin intensiven Austausch mit dem Bundesteam
halten und
Kreisverbände unterstützen, die Geschlechterstrategie praktisch umzusetzen und
Sensibilisierung für sexistische und übergriffiges Verhalten weiterführen.
Inklusion
Unser Verband sol ein Ort und Safe space für ale sein, die mit uns zusammen für
linke
Politik streiten wolen. Wir wolen weiterhin unser bestes geben Barrieren
abzubauen und
unsere Veranstaltungen und Arbeit so barrierefrei, wie möglich zu gestalten. Wir
wolen dabei
die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen aktiv einbeziehen und Teilhabe
ermöglichen.
Gleichzeitig wolen wir aber auch gemeinsam dafür kämpfen, dass politische
Rahmenbedingungen unsere Geselschaft barrierefreier gestalten und wolen zusammen
Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung bekämpfen. Deshalb wolen wir
Menschen
mit Behinderung in unserer Öffentlichkeitsarbeit repräsentieren.
Kreisverbände
Kreisverbände sind das Herzstück der GRÜNEN JUGEND, sie sind der Ort, an dem
unsere
politische Arbeit vor Ort konkret wird. Hier gewinnen wir neue Mitglieder,
tragen Kampagnen
auf die Straße und schaffen direkten Zugang zu den Menschen in den Kommunen. Um
ale
Kreisverbände bestmöglich zu unterstützen und langfristig tragfähige Strukturen
aufzubauen,
setzen wir auf eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Begleitung
Deshalb führen wir auch im kommenden Jahr zwei Kreisvorstands-Landesvorstand-
Treffen
durch. Dort bilden wir uns inhaltlich und methodisch weiter, diskutieren aktuele
Themen,
vernetzen uns und stärken den Austausch zwischen den Kreisverbänden. Geplant ist
ein
mehrtägiges Treffen, ergänzt durch spezifische Vernetzungsrunden für
Sprecher*innen,
Schatzmeister*innen und politische Geschäftsführer*innen.
Besonders im Blick behalten wir die ländlichen und strukturschwachen Regionen.
Während
es in großen Universitätstädten oft leichter ist, eine GRÜNE JUGEND aufzubauen
und zu
erhalten, stehen strukturschwache und ländliche Kreisverbände häufig vor
größeren Hürden.
Deshalb wolen wir sie gezielt unterstützen, fördern und gemeinsam Strategien
entwickeln,
wie politische Arbeit auch dort wirkungsvol gestaltet werden kann.
Unsere Arbeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf zentrale Veranstaltungen.
Viele
Herausforderungen lassen sich nur durch kontinuierliche Begleitung lösen. Der
Landesvorstand wird die Kreisverbände daher noch enger betreuen und als
Ansprechpartner*in zur Seite stehen, etwa bei Auftaktklausuren, strategischen
Planungen
oder in der laufenden Vorstandsarbeit. Auch die Bezirkskoordinierenden werden
wir weiterhin
unterstützen, da sie ein wichtiger Ankerpunkt für Vernetzung und Zusammenarbeit
vor Ort sind.
Bezirke
Unsere fünf Bezirksverbände erfülen mit ihren Koordinationskreisen eine
unverzichtbare
Brückenfunktion für die überregionale Vernetzung und den gegenseitigen Austausch
unserer
Mitglieder. Für viele Mitglieder sind benachbarte Kreisverbände und ihre
Bezirksverbände dieersten Anlaufpunkte, um sich überregional zu vernetzen.
Bezirke dienen als Orte der
Vernetzung zwischen den Kreisverbänden und über sie hinaus, bewerben
Veranstaltungen
sowie Kampagnen im Bezirk.
Landtagswahl
NRW gehört uns allen
Wir wolen im Wahljahr in ganz NRW sichtbar sein und junge Menschen dort
erreichen, wo
sie leben. Nicht nur in den großen Städten, sondern genauso in kleineren
Kommunen,
ländlichen Regionen und überal dort, wo junge Menschen das Gefühl haben, dass
Politik an
ihrem Altag vorbeigeht. Unser Anspruch ist es, zuzuhören, ins Gespräch zu kommen
und
gemeinsam Hoffnung auf ein besseres NRW zu machen.
Deshalb gehen wir als Landesverband auf Bustour durch NRW. Gemeinsam mit unseren
Kreisverbänden wolen wir vor Ort sein, Verbände besuchen und Aktionen auf die
Beine
stelen, die auf die jeweiligen Herausforderungen und Realitäten vor Ort passen.
Dabei geht
es uns nicht um eine reine Wahlkampftour, sondern um echte Begegnungen und
darum,
ansprechbar zu sein. Wir wolen gemeinsam mit den Kreisverbänden Veranstaltungen
organisieren, Gespräche führen, auf Marktplätzen, in Parks und in Innenstädten
präsent sein.
Besonders dort, wo rechte Strukturen junge Menschen verunsichern oder
ansprechen, weil
es nichts anderes gibt, wo soziale Ungleichheit spürbar ist oder wo das
Vertrauen in Politik
schwindet, wolen wir Präsenz zeigen. Gemeinsam mit den Kreisverbänden möchten
wir
deutlich machen, dass es eine solidarische Alternative gibt: ein NRW, in dem
gute Bildung,
bezahlbares Wohnen, faire Ausbildungsbedingungen und Mobilität keine Frage des
Wohnortes oder des Geldbeutels sind.
Mit unserer Tour wolen wir insbesondere junge Menschen erreichen, die bisher
wenig
Berührungspunkte mit politischem Engagement hatten. Schüler*innen,
Auszubildende,
Studierende, junge Berufstätige und al diejenigen, die nicht schon über ihr
Elternhaus den
Weg in politische Strukturen gefunden haben. Menschen mit ganz unterschiedlichen
Lebensrealitäten, die jedoch eines verbindet: der Wunsch nach einem guten Leben
und einer
sicheren Zukunft.
Unser Ziel im Wahlkampf ist es, junge Menschen für ihre eigenen Interessen zu
mobilisieren
und zu zeigen, dass ihre Stimme einen Unterschied macht. Wir wolen für ein NRW
kämpfen,
in dem sich jede*r das Zuhause leisten kann, in dem Bus und Bahn auch außerhalb
der
Großstädte funktionieren, in dem Bildung unabhängig von der sozialen Herkunft
ist und in
dem niemand Angst vor Diskriminierung oder Ausgrenzung haben muss. Dafür gehen
wir
gemeinsam mit unseren Kreisverbänden vor Ort, suchen das Gespräch und machen
deutlich:
NRW gehört uns alen.
Unsere politischen Ziele im WahljahrIm Wahljahr setzen wir auf eine junge,
vielfältige und gerechte Zukunft. Wir wolen junge
Menschen empowern und ihnen eine Stimme geben
Unsere Ziele:
○ Empowerment von Migra‑Jugendlichen und FLINTA* — junge Menschen stärken, die
strukturele Barrieren überwinden müssen und deren Perspektiven Politik
verändern.
○ Gewinnung neuer Mitglieder, besonders junger Menschen auch in ländlichen
Kreisverbänden
○ Bei U25 Stimmen vorne liegen - Wir wolen besonders bei U25 jährigen ein
starkes
Grünes Wahlergebnis, das zeigt das wir uns gemeinsam für ihre Interessen und
sorgen einsetzen
○ Aktionen in zwanzig Kreisverbänden — Präsenz, Austausch und echte Beteiligung
vor
Ort.
○ Stärkung des GJ‑Verbandsgefühls — ein Verband, der zusammensteht, sich
gegenseitig trägt und politisch wirkt.
○ Unterstützung linker Kandidierender, wo möglich — solidarisch, klar und
gerechtigkeitsorientiert.
○ Ein Wahlprogramm mit klaren sozialen und linken Antworten — Politik, die
Ungleichheit
benennt und Lösungen bietet.
○ Unterstützung von KVs, die mit AfD‑Strukturen konfrontiert sind — Schutz,
Solidarität
und klare Haltung gegen rechte Organisierung.
Unser Leitbild
Wir glauben an ein NRW, in dem junge Menschen bleiben können, weil sie sich ihr
Zuhause leisten können und Lust haben, es zu gestalten. Ein NRW, das nicht nur
verwaltet wird,sondern gemeinsam weiterentwickelt wird. Ein NRW, das allen
gehört.